Einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

28/12/2009

Nach tauender Weihnacht nun frierender Jahreswechsel

Lund Nach einem Weihnachtsfest in Tauwetter steht nun ein Jahreswechsel bevor, der es rein wettertechnisch in sich haben wird, wo die Prognosen des schwedischen Wetterdienstes. Während die Temperaturen im Moment noch frühlingshaft sind, muss mit einer Abkühlung in den nächsten Tagen gerechnet werden. Verbunden mit Niederschlägen bekommt der Neujahrswunsch eine ganz wörtliche Bedeutung.

Wir wünschen deshalb all unseren Lesern einen Guten Rutsch ins Neue Jahr 2010. Und rutscht bitte schön langsam und vorsichtig!

Und plötzlich geschieht es doch!

17/12/2009

Alles ist weiss

Kopenhagen / Malmö Passend zur heißen Phase der Klimakonferenz in Kopenhagen  straft das Wetter die These von der Erderwärmung Lügen. Während man in den letzten Tagen noch eine Bestätigung dieser These fand, sobald man aus der Tür trat, hat sich das Wetter in den letzten Stunden nachdrücklich verändert. Mit Temperaturen zwischen -5 und -10 Grad ist es doch im Moment ungewöhnlich kalt in der Öresundregion. Dazu kommt teilweise erheblicher Schneefall, der selbst in den Küstengebieten zu einer geschlossenen Schneedecke geführt hat. Beides ist in den letzten Jahren in dieser Region vor Weihnachten selten der Fall gewesen.

Normalerweise liegen die Temperaturen hier um Null Grad. Das Wetter zeichnet sich insgesamt durch das typische Schwarz aus, für das diese Gegend zur Winterzeit gefürchtet und bekannt ist.

Winter in Lund

Doch im Moment kann davon keine Rede sein. Frisches Weiss hebt die Stimmung der Menschen. Auch die Kälte ist den meisten Menschen hier willkommen. Erinnert sie doch an vergangene Zeiten.

Für die nächsten Tage sagt der Wetterbericht Temperaturen um -5 Grad, leichten Schneefall und schwachen Wind aus öst- und nordöstlichen Richtungen voraus. Bis Weihnachten wird es aber vorraussichtlich wieder wärmer, sodass man sich getrost wieder auf eine dunkle, schwarzgrüne Weihnacht im Lichterglanz von Tausend Kerzen einstellen darf.

Randale am Rande der Klimakonferenz

15/12/2009

Ausschreitungen in Kopenhagen

Kopenhagen Man kann sich wundern, wie manche Leute glauben, das Klima positiv beeinflussen und die Erderwärmung aufhalten zu können. Wenn in Kopnhagen wieder einmal Barrikaden brennen und die Polizei in Straßenkämpfe mit selbst ernannten Linken verwickelt wird, ist das alles andere als gut für das Klima.

Doch genau das ist in den vergangenen Tagen geschehen. Seit der großen, weitgehend friedlich verlaufenen Demonstration am Samstag, gibt es jetzt immer wieder mal größere und kleinere Scharmützel mit der Polizei. Auch die Absicht des iranischen Präsidenten Ahmadinedjad, in Kopenhagen auf der Klimakonferenz zu sprechen, bettet für weitere Zwischenfälle. Schon jetzt wird zu Demonstrationen gegen ihn und zum Boykott seiner Rede durch die Politiker der Welt aufgerufen.

Doch wie wollen wir das Klima und damit die Welt retten, wenn wir nicht in der Lage sind, uns friedlich mit unserer eigenen Polizei bzw. mit unseren eigenen Demonstranten auseinander zu setzen? Und man wird wohl oder übel auch Herrn Ahmadinedjad genau aufs Maul schauen müssen, wenn man etwas erreichen will – sowohl für das Klima als auch für den Weltfrieden.

Nicht vergessen: Auch der Fall des Eisernen Vorhangs wurde erst möglich als man auf einander zu gegeangen ist. Nur durch ein Miteinander werden wir die Welt und damit das Leben unserer Kinder und Kindeskinder retten.

Nobeltag in Schweden

10/12/2009

Ein nobler Flaggentag

Malmö Der heutige 10. Dezember ist in Schweden Flaggentag. Uind wie im ganzen Lande so sind auch in Schonen die schwedischen Fahnen allerorten gehisst.

Der heutige Tag ist dem Gedenkan an Alfred Nobel gewidmet. An diesem Tag werden in Stockholm und Oslo auch die Nobelpreise verliehen werden, was begleitet ist von den alljährlichen grossartigen Festessen im Stadthaus in Stockholm.

Aber Stockholm liegt weit weg. Um dennoch näher an den Nationalhelden heran zu kommen, feiert man den Tag jetzt auch in Schulen und an anderen Institutionen. Dort sind es oft Wissenswettbewerbe, die durchgeführt werden, oder die Leistungen des Herbstsemesters werden prämiert. Verbunden ist das auch oft mit einem festlichen Essen.

Alfred Nobel ist derjenige schwedische Wissenschaftler und Techniker, der die Nobelpreise gestiftet hatte. Er ist 1833 in Stockholm geboren worden. Mit vier Jahren kam er nach Sankt Petersburg, wo sein Vater im Auftrag einer norwegischen Firma arbeitete. Seine bekannteste Erfindung ist das Dynamit.

Um sich bei der Nachwelt für die negativen Folgen dieser Erfindung zu entschuldigen, hat er sein gewlatiges Vermögen am Ende seines Lebens in eine Stiftung investiert. Aus deren Fonds werden heute die Kosten der Nobelpreise bestritten. Alfred Nobel verstarb am 10. Dezember 1896 in San Remo. Die ersten Nobelpreise wurden bereits 1901 verliehen. Damals war Schweden und Norwegen noch eine gemeinsame Union. Aus diesem Grunde begann man nach der Selbständigkeit Norwegens und seiner Trennung von Schweden 1905, die Nobelpreise in Oslo und Stockholm zu verleihen. Bis auf den heutigen Tag wird in Oslo der Friedensnobelpreis, in Stockholm aber alle anderen Preise übergeben. Für die Wahl der Nobelpreisträger sind die Schwedische Akademie der Wissenschaften und ähnliche Institutionen zuständig. Der Friedensnobelpreis allerdings wird von einem vom norwegischen Parlament bestimmten Kommission bestimmt.

Ein Lichterfest in dunkler Nacht

10/12/2009

Jüdisches Chanukkafest auf den Straßen der Öresundregion

Kopenhagen Am Freitag beginnt das Chanukkafest. Dieses Fest wird von den Juden weltweit im Gedenken an die Wiedereinweihung des Zweiten Tempels in Jerusalem um das Jahr 165 v.u.Z. gefeiert.

Auch in diesem Jahr feiert die jüdische Gemeinschaft dieses Fest auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Kopenhagen, Malmö und Lund. Dort werden traditionelle Chanukkiot, achtarmige Leuchter, gezündet. Dazu wird es Feste geben, bei denen unter anderem traditionelle Sufganiot, also Berliner Pfannkuchen, serviert werden. Während in Malmö und Kopenhagen die streng religiöse Gruppierung Chabad die Veranstaltung organisiert hat, zeichnet in Lund das Jüdische Zentrum der Stadt, das sich keiner speziellen religiösen Richtung des Judentums verschrieben hat, verantwortlich für das Fest.

Am Rande der Klimakonferenz in Kopenhagen wird am Montag auf dem Rathausplatz die größte Chanukkia Dänemarks entzündet. In Malmö findet das Spektakel am 16. Dezember vor dem Rathaus auf dem Großen Markt statt. Die Lunder Chanukkia wird am 17. Dezember auf dem Großen Markt der Stadt angezündet.

Schweizer Verhältnisse in Malmö?

09/12/2009

Aktuelle Sifo-Untersuchung über Minarette

Stockholm Sollte es in Schweden weiterhin erlaubt werden oder verboten werden, Minarette zu bauen. Das fragte das schwedische Institut für Meinungsforschung Sifo rund 1700 Menschen im ganzen Lande. Landesweit antworteten etwa 44 %: Ja, Minarette sollten weiterhin erlaubt sein. Aber 26 % der Befragten meinten, dass man ihren Bau in Zukunft verbieten sollte. 30 % waren unsicher, wie sie diese Frage beantworten sollten.

In der Region um Malmö, der drittgrößten Stadt Schwedens, in der heute  inoffiziellen Angaben zu Folge rund 30 000 Moslems leben, ist die Akzeptanz deutlich geringer. 39 % der Befragten meinten dort, dass man den Neubau von Minaretten verbieten sollte. Nur 36 % waren dafür, 25 % weder dafür noch dagegen. In der Stadt gibt es heute einige Moscheen, aber nur die bosnisch dominierte Moschee des Islamic Center im Stadtteil Jägersro, die dem Vernehmen nach größte Moschee Nordeuropas, hat Minarette.

Als Grund für dieses dramatische Resultat kann wohl die zunehmende Angst vor Überfremdung angesehen werden. Zum anderen sind aber sicher auch die Erinnerungen an den letzten Winter und das Frühjahr diesen Jahres noch frisch, als es in der Stadt im Zusammenhang mit dem Davis-Cup-Spiel im Tennis zwischen Schweden und Israel zu teilweise gewaltsamen Ausschreitungen in der Stadt gekommen war. Auch gab es in der Vergangenheit im Stadtteil Rosengård, der mehrheitlich von Einwanderern bewohnt wird, desöfteren Brandattentate und Ausschreitungen. Alle diese Ausschreitungen sind aber zum großen Teil von linken und linksradikalen Kräften forciert worden.

Steinewerfer in Helsingborg

04/12/2009

Jugendliche bewarfen Rettungskräfte

Helsingborg Wie Helsingborgs Dagblad heute berichtete, haben im Helsingborger Stadtteil Ödåkra Jugendliche Rettungskräfte mit Steinen beworfen. Die Feuerwehr war ausgedrückt, um gelegte Brände im Stadtteil zu löschen. Statt unterstützt zu werden, wurden sie mit Steinen beworfen. Wenig später wurden anderswo in der Stadt Brände gelegt. Das war das erste Mal, dass soetwas in Helsingborg geschah.

Ähnliches hatte in letzter Zeit wiederholt im Malmöer Stadtteil Rosengård stattgefunden, einem Stadtteil mit extrem vielen Einwanderern. Das hatte zu landeweiten Diskussionen über die Integration von Ausländern geführt. Auch im Zusammenhang mit dem Davis-Cup-Spiel zwischen Schweden und Israel im Frühjahr war es zu Auseinandersetzungen in Malmö gekommen.

Der Countdown für COP 15 läuft

04/12/2009

Noch drei Tage bis zum Klimagipfel

Kopenhagen Nur noch wenige Tage bis zu Klimagipfel. Die Teilnehmer des Gipfels und der Klimakonferenz sind schon unterwegs.

Barack Obama passiert auf seinem Weg nach Kopenhagen die norwegische Hauptstadt Oslo, wo ihm der Friedensnobelpreis 2009 überreicht werden wird. Danach kommt er nach Kopenhagen. Er kommt eine Woche vor allen anderen Staats- und Regierungschefs in Dänemark an. Das kostet, so berechneten die Presse, bis zu 70 Millionen dänischen Kronen. Während der Ankunft des Präsidenten am Flughafen Kastrup wird die Öresundbrücke gesperrt sein.

In Kopenhagen laufen die Vorbereitungen schon seit Wochen auf Hochtouren. Aus ganz Dänemark sowie aus Norwegen und Schweden wurden Polizeikräfte zusammengezogen, um das Ereignis absichern zu können. Vom 7. bis zum 18. Dezember wird nun in Kopenhagen über Maßnahmen zum Schutze des Klimas auf höchste Ebene beraten werden.

Parallell zum Gipfel finden aber auch eine Reihe anderer Veranstaltungen statt.

So findet unter anderem am 9. Dezember ein Seminar zum Thema mit dem ehemaligen Abgeordneten des Europaparlamentes Anders Wijkman und Stefan Edman, dem Ratgeber der schwedischen Regierung für Umweltfragen,  statt. Das Seminar soll im Turning Torso, dem neuen Wahrzeichen der Stadt Malmö durchgeführt werden.

Der Turning Torso war von 2001 bis 2005 mit Rücksicht auf Umweltfragen erbaut worden war. Der Wohnturm ist 195 Meter hoch und hat 58 Etagen. Damit ist er das höchste Haus Skandinaviens.

Im Forum in der Fredriksberg in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen selbst findet am 12. und 13. Dezember die größte Klimamesse statt, die jemals in Dänemark vom Stapel lief. Unter dem Titel Bright Green werden dort neue Technologien hezeigt, und man kann sich als Besucher Inspiration holen, wie man slbst das Klima positiv beeinflussen kann.

Im Zusammenhang mit dem Klimagipfel und der Klimakonferenz wird Dänemark zeitweise wieder Grenzkontrollen an der Öresundbrücke einführen, um Krawallmacher, die den Gipfel stören wollen, zurück zu halten.

Unterdessen wartet nun das Bella Center im Kopenhagener Süden auf das Eintreffen der Gipfelgäste und Konferenzteilnehmer.

Klimafragen hoch im Kurs

04/12/2009

Dänen sind interressiert an Klimafragen und haben scheinbar die rechten Personen am rechten Platz

Kopenhagen Wie die dänische MetroExpress heute berichtet liegen Klimafragen hoch im Kurs bei den Dänen, und das nicht erst seit der Klimagipfel vor der Tür steht. Die Dänen sind stolz auf ihre Errungenschaften und freuen sich, der Welt zeigen zu können, was sie bislang erreicht haben. das geht aus einer Befragung hervor, die die Zeitung gemacht hat.

Gleichzeitig haben sie aber auch Vertrauen zu ihren Politikern. Einer weiteren repräsentativen Umfrage zufolge ist nämlich die Ministerin für die Klimakonferenz, Connie Hedegaard, die derzeit beliebteste Politikerin Dänemarks mit einem Wert von 4,01 auf einer Skala von 1 (am schlechtesten) bis 5 (am besten). Klima- und Energieminister Lykke Friis rangiert auf Platz 4 mit einem Wert von 3,67. Premier Lars Lökke Rasmussen liegt erst auf Platz 6 mit 3,3.

Vorweihnachtlich in Helsingborg

03/12/2009

Spaziergang durch die Altstadt von Helsingborg im vorweihnachtlichen Lichterglanz

Helsingborg Auch im Dezember ist Helsingborg eine Reise wert. Und gerade jetzt, im vorweihnachtlichen Lichterglanz, ist ein Spaziergang durch die Innenstadt von besonderem Glanz. Die Stadt kann nämlich gut und gern mit mitteldeutschen Fachwerkstädten konkurrieren, und der Burgberg mit den Resten der Helsingburg im Zentrum gibt der Stadt das Flair einer Gebirgsstadt. Dazu kommt vom Burgberg aus der Ausblick über den Öresund hinüber zum Hamletschloss Kronborg im dänischen Helsingör.

Ein Ausflug zum ehemaligen Königsschloss Sofiero ist auch zu dieser Jahreszeit attraktiv, da die Landschaft des Parkes um das Schloss herum viel Abwechslung zu bieten hat.

Hinzu kommt die grosse Geschichte der Stadt als Knotenpunkt an der nördlichen Öresundeinfahrt. Auch berühmte Persönlichkeiten kommen aus dieser Stadt , allen voran der Vater von Tetra Pak, Ruben Rausing. Nicht zu vergessen auch der deutsche Musiker und Zeitgenosse von Bach, Dietrich Buxtehude, der unterscheidlichen Amngaben zufolge in Helsingborg geboren worden sein soll. Damals war die Stadt allerdings noch dänisch, denn erst seit dem Frieden von Roskilde 1658  gehört sie wie die ganze Provinz Schonen zu Schweden. Da war Buxtehude aber schon 21 und wirkte an der marienkirche der Stadt als Organist.

Die Kirche ist immer noch eine Perle der Altstadt, genau wie das Rathaus am nahegelegenen Marktplatz. Dort, auf dem Marktplatz, am Fuße der berühmten König-Oscar-Treppe auf den Burgberg hinauf, ist seit dem 29. November jeden Abend zwischen 17 und 23 Uhr ein fantastisches Lichtspiel unter dem Motto “Alles hat seine Zeit” zu sehen, das den Betrachter eine Zeitreise vom Beginn der Erde bis heute machen lässt.

Am 23. Dezember soll die Abschlussvorstellung, das große Finale der Show, stattfinden. Ab 14 Uhr wird das Lichtspiel gezeigt werden. Gleichzeitig wird die erste Elektro-Tankstelle Schwedens eröffnet werden und das erste Saab-Elektroauto durch Christian von Koenigsegg, dem Mann hinter der gleichnamigen Firma aus Ängelholm bei Helsingborg, vorgestellt. Das Ganze ist gleichzeitig auch das Fest zum 150-jährigen Bestehen des Hauptsponsors des Lichtspiels, der Stromfirma Örseundskraft.


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