Hat Hans-Olaf Henkel eine Idee für Skandinavien?

26/11/2010

In der ZDF-Sendung Maybritt Illner unterbreitete der ehemalige BDI-Präsident interessante Vorschläge, vielleicht eine Idee für Nordeuropa? Lies selbst, und zwar hier.

Früher Wintereinbruch in Südschweden

26/11/2010

Mit starken Niederschlägen meldete sich in den vergangenen Tagen der Winter in der Öresundregion zurück. Seit Dienstag schneit es in der Region mehr oder weniger stark. Während die Region um den Öresund doch mit einer schönen weißen Schneedecke davon gekommen ist, gab es anderenorts in Schweden ein echtes Schneechaos.

Gläserne Eier auf den Straßen Malmös

26/11/2010

Ein neues Wahrzeichen der Stadt Malmö sind die gläsernen Eier in der Nähe des Einkaufszentrums Triangeln im Zentrum der Stadt. Diese beiden Gebäude sind die Eingangshallen der neuen Station Triangeln, die zu dem Projekt des Citytunnels gehört. Am 4. Dezember 2010 soll dieser Tunnel nun eingeweiht werden.

Fußballfieber schon jetzt in Schweden?

09/06/2010

Schon zwei Wochen vor dem Beginn der Fußball-WM in Südafrika fahren in schwedischen Städten lange Autokonvois mit singenden und fröhlichen Menschen durch die Städte. Sind das schon Vorboten der WM? Hier gibt es dauz mehr zu lesen.

10 Jahre Öresundbrücke

20/05/2010

Vor zehn Jahren, am 1. Juli 2000, wurde die Öresundbrücke mit einem königlichen Familientreffen auf der Brücke eingeweiht. Königin Margarethe II. von Dänemark traf ihren Cousin, den schwedischen König Carl XVI. Gustav. Mit der Brücke entstand eine neue Region mit über drei Millionen Einwohnern, die Öresundregion in Dänemark und Südschweden.

Dieses Ereignis soll in diesem Jahr beiderseits des Öresunds ganz groß gefeiert werden.

Den Auftakt der Feierlichkeiten macht am 28. Mai der Öresundsting im Malmöer Luftkastell am Fusse der Öresundbrücke. Bei dieser Veranstaltung, die mit ihrem Namen an die alte Tradition der Tings aus der Wikingerzeit anknüpft, geht es um Visionen für die Öresundregion in den nächsten zehn Jahren. Verschiedene Akteure werden hier über ihre Vorstellungen diskutieren, wie die Region in zehn Jahe aussehen soll.

Ein weiterer Höhepunkt wird der absolut letzte Lauf über die Brücke sein. Am 12. uni wird es zum letzten Mal die Möglichkeit geben, die Brücke zu Fuss und im Laufschritt zu überqueren. Mit diesem allerletzten Broloppet, auf Schwedisch, oder Broløbet, auf Dänisch, wird eine Tradition beendet werden, die in den Eröffnungstagen der Brücke zu Pfingsten 2000 cirka 80 000 Sportler an den Start gelockt hat. Seither wurde der Lauf in unregelmässigen Abständen wiederholt. Doch in diesem Jahr soll er zum Letzten Mal stattfinden, wie die Veranstalter schweren Herzens mitteilen.

Und dann wird im Laufe des Jahres weiter gefeiert mit einer offiziellen Geburtstagsfeier am 1. Juli und Veranstaltungen im Zeichen der Architektur und Musik sowie mit vielen kulinarischen Höhepunkten.

Am 4. Dezember dann soll ein weiterer Abschnitt der Verbindung Malmö-Kopenhagen eröffnet werden, der Citytunnel, der die Innenstadt von Malmö mit der Öresundbrücke verbinden soll und somit die Fahrzeit zwischen den Zentren der Schwesterstädte erheblich verkürzen soll.

Mehr Informationen zum Thema findet man auf der offiziellen Homepage des Events.

Sahlin in Malmö

16/02/2010

Mona Sahlin im Gespräch mit der Jüdischen Gemeinde

Malmö Die Parteichefin der schwedischen Sozialdemokraten, Mona Sahlin, traf bei ihrem kürzlichen Besuch in Malmö auch mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde der Stadt zusammen. Hintergrund des Gesprächs waren Äusserungen des ebenfalls sozialdemokratischen Bürgermeisters der Stadt, Ilmar Reepalu.

Der hatte im Vorjahr eine deutlich antiisraelische Haltung eingenommen und die ohnehin gefährliche Stimmung in der Stadt noch angeheizt. Die Situation in Malmö Anfang des letzten Jahres war durch massenhafte antiisraelische Demonstrationen und Ausschreitungen gegen Ordnungskräfte gekennzeichnet. Linke und propalästinensische Kräfte hatten damals massiv gegen Israel und den Gazakrieg protestiert. Gleichzeitig sollte das Davis Cup Spiel zwischen Schweden und Israel verhindert werden, dass im Frühjahr vergangenen Jahres in Malmö ausgetragen werden sollte. Es musste vor leeren Rängen in der Baltischen Halle der Stadt gespielt werden.

In diesem Zusammenhang hatte sich auch Ilmar Reepalu deutlich gegen Israel ausgesprochen. In einem am Holocaustgedenktag 2010 in der Tageszeitung Skånska Dagbladet veröffentlichten Interview legte er zu seinen damalige Äußerungen noch einiges hinzu.

Jetzt hat sich die sozialdemokratische Parteichefin Mona Sahlin mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde in Malmö getroffen. In diesem Gespräch hat sie zum Dialog aufgerufen und sich in wichtigen Punkten von Reepalu distanziert. Die Vertreter der Gemeinde zeigten sich mit dem Gespräch zufrieden.

Rammstein in der Arena

16/02/2010

Malmö Heute abend ist es soweit: Die deutsche Band Rammstein kommt nach Malmö. Die in Deutschland Hardrockband ist in Schweden äußerst beliebt. Sowohl jüngere als auch ältere Schweden nennen im Zusammenhang mit deutscher Musik spontan weder Mozart noch Beethoven, Peter Maffay, Scorpions, Karat oder Tokio-Hotel, sondern just Rammstein.

Dabei ist es in erster Linie natürlich die Musik, die die Leute gut finden. Aber Rammstein hat vermutlich auch eine schaurig-schöne Aura um sich herum. Ist es das „t“ im Rammstein-Logo oder sind es die Texte, die diese Faszination ausmachen. Es scheint allerdings so zu sein, dass die Schweden eine eigenartige Vorliebe für alles haben, was im weitesten Sinne mit Grausamkeit, Gewalt und eben auch mit Nazismus zu tun hat.

Allerdings erschließen sich den meisten Menschen die Texte der Band nicht, das das Niveau der Deutschkenntnisse insbesondere derjenigen, die  unter 40 sind, nicht besonders hoch ist.

Sicher ist allerdings, dass Rammstein nicht vor leeren Rängen spielen wird.

Victoria Barbie

06/02/2010

Nürnberg Die schwedische Kronprinzessin Victoria hat viele Verwandte in Deutschland. Das ist nicht verwunderlich, denn ihre Mutter, Königin Silvia, kommt aus Deutschland. Auch ihre Grossmutter kam aus Deutschland. Sie war die Tochter des letzten Herzogs von Sachsen-Coburg und Gotha.

Die Kronprinzessin selbst war auch schon sehr oft in Deutschland. Nun ist sie auf der Nürnberger Spielzeugmesse zu sehen, allerdings nur als Barbiepuppe. Die US-Firma Mattel hat die Prinzessin als brünette Barbiepuppe im schulterfreien Abendkleid präsentiert. Ihren Bräutigam, Daniel Westling, allerdings gibt es nicht als Barbie, obwohl der ehemalige Fitness-Trainer der Prinzessin als Kent möglicherweise keine schlechte Figur abgeben würde.

Käuflich ist diese Barbie aber nicht. Es gibt nur ein Exemplar, das nach der Messe am Stockholmer Königshof einziehen wird.

Victoria und Daniel sind das aktuelle Brautpaar in den europäischen Königshäusern. Am 19. Juni soll in Stockholm die königliche Hochzeit stattfinden. Daniel Westling ist nach der Hochzeit der erste Gemahl eines zukünftigen schwedischen Staatsoberhauptes, der aus tatsächlich auch in Schweden geboren und aufgewachsen ist.

Ausgerutscht

03/02/2010

Skandal um Ilmar Reepalu

Malmö Ausgerutscht ist auch der sozialdemokratische Bürgermeister von Malmö, Ilmar Reepalu.

Am 25. Januar erschien in der Zeitung Skånska Dagbladet ein Bericht über eine jüdische Familie aus Malmö, die sich entschlossen hat, die Stadt zu verlassen und nach Israel auszuwandern. Als einen Grund dafür benennt Markus Eilenberg wachsenden Antisemitismus in Malmö, der seiner Ansicht nach unter anderem durch Äußerungen Reepalus im letzten Frühjahr angeheizt wird.

Im letzten Frühjahr fand in Malmö das Tennismatch im Davis Cup Schweden gegen Israel statt. Dagegen fanden lautstarke und teilweise gewalttätige Proteste statt, die dazu führten, dass die Spiele vor leeren Rängen stattfinden mussten.

Vor dem Hintergrund des Gazakrieges hatte es bereits im Januar 2009 teilweise gewaltsame Proteste von mehrheitlich arabischen und linken Israelgegnern gegeben, bei denen unter anderem Flaschen und Silvesterraketen auf eine kleine pro-israelische Kundgebung in Malmö geworfen bzw. geschossen wurden. Nach dieser Kundgebung, die von der Polizei auf Grund der Eskalation der Situation beendet worden war, fand eine regelrechte Hetzjagd auf Teilnehmer dieser Kundgebung durch die Straßen der Stadt statt. Unter den Teilnehmern hatten sich auch etliche Überlebende des Holocausts befunden. Glücklicherweise kam es nicht zuletzt auf Grund der Besonnenheit der etwa 200 Demonstranten zu keinen weiteren Übergriffen.

Reepalu hatte sich in diesem Zusammenhang unzweideutig auf die antiisraelische Seite gestellt und indirekt die gewaltsamen Aufläufe gerechtfertigt.

Nun hatte die Zeitung Skånska Dagbladet aus Anlass des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar ein Interview mit Ilmar Reepalu veröffentlicht, in dem der seine antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen wiederholte. Im Zusammenhang mit dem Gazakrieg meinte er unter anderem, dass Israel eine Eiterbeule geschaffen hätte. Auch wenn er in diesem Interview öffentlich erklärt, dass Kinder mit jüdischem Hintergrund nicht trakassiert werden dürften, wirft er dennoch Antisemitismus und Zionismus in einen Topf und sagt wörtlich: „Wir akzeptieren weder Zionismus noch Antisemitismus.“

Darauf reagierte Björn Goldmann in einem Artikel im Online-Magazin Newsmill. Unter der Überschrift „Welche Zukunft hat meine Familie in Malmö, Ilmar?“ stellt er Ilmar Reepalu zur Rede.

Die Malmöer Debatte hat mittlerweile ein landesweites Echo gefunden und wird vielerorts diskutiert. Die offizielle Politik in Stockholm allerdings hüllt sich in Schweigen. Weder die Chefin der Sozialdemokraten, Mona Sahlin, noch die Regierungsparteien melden sich in diesem Skandal, der die Öresundregion derzeit erschüttert, zu Wort. Lediglich der moderate Europaparlamentarier Gunnar Hökmark hat Reepalu aufgefordert, sich mindestens zu entschuldigen. Und die als rechtsnational geltenden Sverigedemokraterna ergreifen Position – für Malmös jüdische Bevölkerung. Im Facebook haben sich mittlerweile Gruppen gebildet, die Reepalus Rücktritt fordern.

Reepalu hat inzwischen ein wenig eingelenkt, indem er sagte, er würde ein Dialogforum initiieren wollen.

Gut gerutscht

03/02/2010

Malmö Gut rutschen, das machen im wahrsten Sinne des Wortes alle Einwohner Schonens und Dänemarks in diesen Tagen, denn das Wetter bietet in diesem Jahr auch im Tiefen Süden des Hohen Nordens ein seltenes Schauspiel: Schnee und Eis bis zum Abwinken. Zuletzt waren die Winter 2005 und 2006 einigermassen schneereich. 2005 kam er allerdings erst Mitte Februar, hielt sich dann aber bis Ostern. 2006 kam der Winter am 26. Dezember und blieb bis Anfang März.

In diesem Winter kam der Schnee bereits am 18. Dezember. Und seitdem ist er da. Damit schlägt der diesjährige Winter auch in der Öresundregion einige Rekorde.  Er gehört bis jetzt zu den kältesten und schneereichsten der letzten 150 Jahre. Viele Flüsse und Seen der Region sind zugefroren, und auch der Öresund hält sich nur mit Mühe offen.

Doch Tief Miriam schlug auch hier zu, und zwar am 2. Februar, Maria Lichtmess. Und das lässt hoffen. Sagt doch die Bauernweisheit: Lichtmess trüb – dem Bauern lieb. Soll heissen: Der Frühling steht schon um die Ecke.


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